Startseite » Oberliga erklärt
Die Oberliga ist im deutschen Männerfußball die fünfte Spielklasse. Sie liegt unter der Regionalliga und ist die höchste Liga, die von den Landes- und Regionalverbänden statt vom DFB organisiert wird. Für viele Traditionsvereine ist die Oberliga heute die sportliche Heimat – und für Groundhopper eine der spannendsten Ligen überhaupt.
Welche Liga ist die Oberliga?
| Ebene | Liga | Anzahl Staffeln |
|---|---|---|
| 1 | Bundesliga | 1 |
| 2 | 2. Bundesliga | 1 |
| 3 | 3. Liga | 1 |
| 4 | Regionalliga | 5 |
| 5 | Oberliga | 14 |
| 6 | Landesliga / Verbandsliga (je nach Verband) | viele |
| 7 ff. | Bezirksliga, Kreisliga, Kreisklasse | sehr viele |
Die Bezeichnungen unterhalb der Oberliga unterscheiden sich je nach Landesverband. In Niedersachsen folgt auf die Oberliga die Landesliga.
Welche Liga kommt nach der Oberliga?
Nach oben folgt die Regionalliga, die vierte Liga. Es gibt fünf Regionalligen: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Die Meister der Oberligen steigen – teils direkt, teils über Aufstiegsspiele – in die Regionalliga auf. Für den Norden ist das die Regionalliga Nord. Nach unten steigen Oberligisten in die sechste Liga ab, je nach Verband Landesliga oder Verbandsliga.
Wie viele Oberligen gibt es?
Derzeit gibt es 14 Oberligen, die regional gegliedert sind. Manche heißen nicht „Oberliga“, etwa die Hessenliga, die Bremen-Liga oder die Bayernligen. Eine Übersicht aller Staffeln mit ihren Besonderheiten steht unter Oberligen in Deutschland.
Wer spielt in der Oberliga?
Die Oberligisten sind eine bunte Mischung:
- Traditionsvereine, die früher höher gespielt haben und nach sportlichem oder finanziellem Absturz wieder aufbauen.
- Ambitionierte Dorf- und Kleinstadtvereine, die mit Sponsoren nach oben wollen.
- Zweite Mannschaften von Profivereinen in einigen Staffeln.
- Stadtteilvereine aus größeren Städten.
Gespielt wird in der Regel mit Amateur- oder Vertragsspielern, die neben dem Fußball arbeiten oder studieren. Die Zuschauerzahlen reichen von ein paar Dutzend bis zu mehreren Tausend bei Derbys oder Traditionsvereinen.
Geschichte der Oberliga
Der Name hat Tradition: Von 1947 bis 1963 waren die Oberligen die höchste Spielklasse in Westdeutschland, bevor die Bundesliga eingeführt wurde. In den folgenden Jahrzehnten rutschten die Oberligen in der Ligapyramide nach unten – erst zur dritten, dann mit Einführung der Regionalligen 1994 zur vierten und mit Einführung der 3. Liga 2008 zur fünften Liga.
Warum die Oberliga für Fans reizvoll ist
Die Oberliga verbindet ordentliches sportliches Niveau mit günstigen Eintrittspreisen und echter Vereinsatmosphäre. Viele Stadien haben alte Tribünen, Stehtraversen und eine lange Geschichte. Für Groundhopper ist sie deshalb ideal. Tabellen, Spielpläne und Ergebnisse veröffentlichen die zuständigen Verbände und die großen Amateurfußball-Portale.