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Die Oberliga Niedersachsen ist die höchste Spielklasse, die vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) organisiert wird, und die fünfte Liga im deutschen Fußball. Sie ist sportlich die stärkste der vier Oberligen im Norden und für viele Traditionsvereine aus Niedersachsen die sportliche Heimat.

Einordnung

  • Darüber: Regionalliga Nord (vierte Liga)
  • Oberliga Niedersachsen (fünfte Liga)
  • Darunter: vier Landesligen – Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Weser-Ems (sechste Liga)

Geschichte

Nach der Auflösung der Oberliga Nord 2004 spielten die niedersächsischen und Bremer Vereine einige Jahre in einer gemeinsamen Oberliga Niedersachsen/Bremen mit zwei Staffeln. Mit der Einführung der 3. Liga 2008 und der Neuordnung der Regionalligen wurde die Oberliga Niedersachsen in ihrer heutigen Form gegründet. Die Bremer Vereine spielen seitdem in der eigenen Bremen-Liga.

Modus

Die Teilnehmerzahl und der Spielmodus haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert. Es gab Spielzeiten mit einer eingleisigen Liga und Spielzeiten, in denen die Liga nach einer Vorrunde in Meister- und Abstiegsrunden aufgeteilt wurde. Den aktuellen Modus legt der NFV vor jeder Saison fest.

Aufstieg in die Regionalliga Nord

Der Meister der Oberliga Niedersachsen hat in der Regel das Recht zum Aufstieg in die Regionalliga Nord – vorausgesetzt, er erfüllt die Zulassungsbedingungen. Dazu gehören wirtschaftliche Voraussetzungen und Anforderungen an das Stadion. Je nach Saison und Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga können zusätzliche Aufstiegsspiele mit den Meistern anderer norddeutscher Oberligen hinzukommen.

Abstieg in die Landesliga

Die Absteiger der Oberliga gehen in die Landesliga des Bezirks, zu dem sie gehören. Aus den vier Landesligen steigen umgekehrt die Meister auf, teils ergänzt durch Relegationsspiele.

Typische Vereine

In der Oberliga Niedersachsen treffen Traditionsvereine mit großer Vergangenheit auf ambitionierte Klubs aus kleineren Orten und zweite Mannschaften. Viele Vereine aus Städten wie Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg, Hildesheim oder Göttingen haben in den letzten Jahrzehnten hier oder in den Ligen darüber gespielt. Die Zusammensetzung ändert sich jedes Jahr durch Auf- und Abstieg.

Tipps für Fans und Groundhopper

  • Spiele finden meist am Wochenende statt, oft samstags oder sonntags nachmittags, dazu vereinzelt Flutlichtspiele unter der Woche.
  • Eintrittspreise liegen deutlich unter denen der Profiligen.
  • Viele Stadien haben noch Stehtraversen und alte Tribünen.
  • Spielpläne, Tabellen und Ergebnisse veröffentlichen der NFV und die großen Amateurfußball-Portale.

Ein weiterer Wettbewerb, in dem Oberligisten auf höherklassige Gegner treffen können, ist der Niedersachsenpokal. Alle Oberligen im Überblick zeigt Oberligen in Deutschland.