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England ist das Mutterland des Groundhoppings. Kein anderes Land hat so viele Profi- und Halbprofiligen auf engem Raum, und viele Stadien stehen seit über hundert Jahren an derselben Stelle. Wer einmal an einem Wochenende zwei, drei Spiele in England gesehen hat, versteht, warum so viele Groundhopper immer wieder hinfahren. Hier einige Grounds, die bei Hoppern besonders beliebt sind – und Tipps für die Planung.
City Ground, Nottingham
Der City Ground ist die Heimat von Nottingham Forest und liegt direkt am Ufer des Flusses Trent. Gegenüber, nur wenige Hundert Meter entfernt, steht das Stadion von Notts County – zwei Profistadien so nah beieinander gibt es kaum anderswo. Forest gewann Ende der 1970er Jahre zweimal in Folge den Europapokal der Landesmeister, was dem Ground bis heute eine besondere Aura gibt. Für Groundhopper lohnt sich ein Wochenende, an dem beide Vereine zu Hause spielen.
Amex Stadium, Brighton
Das Amex Stadium, offiziell nach dem Sponsor benannt und auch als Falmer Stadium bekannt, ist die Heimat von Brighton & Hove Albion. Es wurde 2011 eröffnet und liegt am Rand der South Downs. Nach Jahren ohne eigenes Stadion – der Verein spielte zeitweise weit entfernt in Gillingham – war der Bau ein großer Erfolg für die Fans. Das moderne Stadion ist gut mit dem Zug erreichbar: Der Bahnhof Falmer liegt direkt daneben.
Hillsborough, Sheffield
Das Stadion von Sheffield Wednesday ist einer der traditionsreichsten Grounds Englands – und untrennbar mit der Katastrophe von 1989 verbunden, bei der 97 Liverpool-Fans ums Leben kamen. Ein Besuch ist für viele Groundhopper auch ein Moment des Innehaltens. Die Hintergründe erklärt der Beitrag Hillsborough-Katastrophe.
Abstecher in die Niederlande: De Adelaarshorst
Nicht in England, aber bei Groundhoppern sehr beliebt: De Adelaarshorst in Deventer, die Heimat der Go Ahead Eagles. Das kompakte Stadion liegt mitten in einem Wohnviertel, die Tribünen sind steil und nah am Spielfeld. Mit der Bahn ist Deventer von der deutschen Grenze aus schnell erreichbar – ideal für ein Wochenende.
Tickets in England
- In der Premier League sind Karten für Nicht-Mitglieder oft schwer zu bekommen. Viele Vereine verkaufen zuerst an Mitglieder („Members“).
- In der Championship, League One und League Two gibt es meist problemlos Karten, oft auch an der Kasse.
- In der National League und darunter ist die Tageskasse die Regel.
- Für Topspiele lohnt sich eine kostenpflichtige Mitgliedschaft beim Verein, um ein Vorkaufsrecht zu bekommen.
Planungstipps
- Samstag 15 Uhr ist in England die klassische Anstoßzeit. Spiele zu dieser Zeit werden traditionell nicht live im englischen Fernsehen übertragen.
- Unter der Woche gibt es oft Dienstags- und Mittwochsspiele – gut für Kombinationen.
- Die Bahn ist teuer, wenn man spontan bucht. Frühzeitig buchen spart viel Geld.
- Stadionführungen ergänzen das Programm, wenn kein Spiel stattfindet.
Grundlagen und Regeln des Hobbys stehen unter Groundhopping. Wer lieber in der Nähe bleibt, findet in den deutschen Oberligen genug Plätze für viele Jahre.